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Subaru L1800 Turbo – Natürlich mit Allrad

  • 11. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Subaru L1800 4WD Turbo Coupé

Allradantrieb, Boxermotor, Impreza. Es sind die drei Synonyme, die noch immer für Subaru stehen. Für mindestens zwei davon stand Subaru schon in den 1980er-Jahren – unter anderem mit dem Subaru L1800 4WD Turbo Coupé. Als dieser 1989 auf den Schweizer Markt kam, war Subaru längst kein Exot mehr in der Schweiz. Schon die zweite Generation des Leone, wie der L1800 auch hiess, wurde seit 1980 in der Schweiz vermarktet und hatte sich eine treue Kundschaft aufgebaut.


Was Subaru in dieser Zeit besonders stark machte, war die Verbreitung des Allradantriebes in der breiten Masse. Während er bei der Konkurrenz entweder mit Premiumplatzierung oder mit Fokus auf Offroad-Fahrten verbunden war, brachte ihn Subaru in alltägliche Personenwagen. Das traf in der Schweiz einen Nerv und davon profitierte auch die L-Serie. Deren Ursprung geht zurück auf das Jahr 1971.



Bereits ein Jahr später kam der 4WD Station Wagon als einer der ersten Grossserien-Personenwagen mit Allradantrieb. In Japan waren die Coupés in Mode gekommen, mit dem Allradantrieb beschritt Subaru auch da einen eigenen Weg. Der L1800 Turbo reihte sich als drittes Kapitel in die Leone-Geschichte ein, als Coupé mit Allradantrieb und Turbo-Boxermotor wurde er 1986 vorgestellt.


Unter der Haube des Subarus arbeitet ein 1.8-Liter-Boxermotor mit elektronischer Einspritzung und Turbolader, der bereits bei 2800 U/min den maximalen Ladedruck lieferte. In einer Zeit, als ein Turbolader bei Sportwagen üblicherweise noch den sprichwörtlichen Tritt ins Kreuz verpasste, war das Verhalten des Subaru-Boxers ausgesprochen kultiviert. Was natürlich auch damit zusammenhing, dass er für die Schweiz mit Katalysator eher zarte 120 PS leistete und ein Drehmoment von 183 Nm lieferte, das ebenfalls bei 2800 U/min anlag.


In der Tat war das Antriebslayout des L1800 für die damalige Zeit bemerkenswert. Beim Handschalter arbeitete ein permanenter Allradantrieb, bei der Version mit Vier-Stufen-Automat setzte man auf das elektronisch geregelte ACT4-System. Auf Wunsch gab es ein Sperrdifferenzial. Die Turbo-Varianten waren serienmässig mit vier innenbelüfteten Scheibenbremsen, Luftfederung und Einzelradaufhängung ausgestattet.



Der L1800 Turbo Coupé war kein klassisches Sportcoupé europäischer Prägung. Er war höher, weicher, alltagstauglicher. Entsprechend blieben die Verkaufszahlen verhältnismässig tief und das Modell heute fast vollständig von unseren Strassen verschwunden. Dazu kam: Der L1800 Turbo kam in der eigenen Modellgeschichte spät.


Der Legacy stand bereits in den Startlöchern, der den Leone ablöste und später zum meistverkauften Allradkombi wurde. Darunter positioniert kam kurz darauf der Impreza, der die Marke sportlich neu positionierte. Parallel dazu zeichnete sich mit dem SVX als Nachfolger des XT schon das nächste sportliche Coupé von Subaru ab. 


Text: Ramon Egger – Bilder: Kim Hüppin


👉 Dies ist eine gekürzte Version des Originalartikels. Den ausführlichen Text lesen Sie in AUTOZEIT 3/2026 (erhältlich hier). Da lesen Sie dann auch noch etwas zur Geschichte des kuriosen BRAT.


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