AutoZeit 1/2026 – Jetzt erhältlich
- 20. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

In der Titelgeschichte schauen wir auf die jüngere Vergangenheit – auf den BMW 3er E36. Der ist zwar bereits über 30 Jahre alt, zählt aber trotzdem auch heute noch fest zum Strassenbild. Für BMW war die Generation ein Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der Dreierreihe.
Dann erzählen wir auch Geschichten aus der Geschichte. Wie Vincenzo Lancia das moderne Auto erfunden hat. Wie Kiichiro Toyoda fast einen Rennwagen und Minoru Hayashi fast einen Sportwa-gen gebaut hätte. Wieso Jean Rédélé zehn Jahre auf den Erfolg der Alpine A110 hinarbeiten muss-te und wieso die Franzosen generell etwas anders ticken als der Rest der Welt.
Im Winter wird es traditionellerweise etwas ruhiger, was die Anlässe betrifft. Auch hier geht es in den Wintermonaten vor allem um: Geschichte. In Zürich hat der SHVF mit einer Sonderausstellung die – erstaunlich zahlreichen – Zürcher Fahrzeughersteller beleuchtet. In Luzern wurde Ruedi Wenger für seine Verdienste geehrt. Und in Basel wird noch bis im April auf die Anfangsjahre von Bugatti geschaut.
Zurückschauen in die Gegenwart
Die Zeit zum Jahreswechsel lädt dazu ein, zurückzuschauen. Zurückschauen liegt in der Natur unseres Magazins. Und der Blick zurück zeigt eben erstaunlich oft, dass Vergangenes nicht einfach Vergangenheit ist.
Wir bewegen uns in dieser Ausgabe zwischen längst verschwundenen Rennstrecken, einstigen Alltagsautos und technischen Entwicklungen, die mehr als hundert Jahre zurückliegen. Und Sie werden beim Lesen dann ziemlich schnell feststellen – hoffentlich –, was uns beim Schreiben auch aufgefallen ist: Vieles davon ist gar nicht so weit weg. Rundstreckenrennen in der Schweiz stehen wir so nahe, wie seit 70 Jahren nicht mehr. Die Alltagsautos von früher sind für viele auch heute noch: genau das. Und die technischen Überlegungen von einst prägen auch heute noch die Gedankengänge in den Entwicklungsabteilungen.
Ziemlich viel Pathos
Mit etwas zeitlichem Abstand betrachtet, lässt sich das dann besser einordnen ins grosse Ganze. Und einen sich wieder einmal bewusst-werden, dass das Auto viel mehr ist, als nur Transportmittel. Und es schon immer war. Es ist eine gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Komponente, ebenso stark prägend für, wie geprägt durch die Gesellschaft, in der es entwickelt worden ist und eingesetzt wird. Bezogen auf die Klassiker bedeutet das: Sie sind mehr als nur Oldtimer – sie sind Kulturgut. Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, wissen das und wir wissen das. Gerade jetzt, wo die Individualmobilität wieder einmal stark unter Druck geraten ist, wäre es natürlich wünschenswert, dass dieses Wissen auch in der breiten Bevölkerung ankommt. Damit die Autos von heute das Kulturgut von morgen sein können.
Klar: Das ist ziemlich viel Pathos für ein simples Oldtimermagazin. Aber eben, es ist Ende Jahr, da verliert man sich gelegentlich in Gedanken. Am Ende geht es – natürlich – einfach um die gemeinsame Freude an der Sache. Auch im nächsten Jahr wieder..
AUTOZEIT 1/2026 gibt es ab sofort über unseren Shop als Einzelausgabe oder im Abo, am Kiosk und auf Readly.




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